Sonnenschein, fast 20 Grad und eine überaus motivierte Helfertruppe fand sich am vergangenen Samstag auf dem Schulacker ein. Das Ziel: Frühjahrsputz. Auch das muss wenigstens einmal im Jahr gemacht werden, weiß die Vorsitzende des Schulackervereins, Beate Illbruck. Bäume schneiden und aufsammeln, was den Winter über angefallen ist, das war das Ziel. Für das Heckenschneiden lag der Termin indes schon ein wenig zu spät. Da die Brutzeit bereits begonnen hat, dürfen auch in der Natur die Hecken nicht mehr geschnitten werden, um die vielen Vögel und Bodenbrüter nicht zu stören, die nun mit dem Nestbau beginnen. Die Hecke bekommt ihre neue Frisur dann einfach zu einem späteren Zeitpunkt. Wichtig war es, den Unrat einzusammeln, zu stutzen, was noch zu stutzen geht und ein wenig nach dem Rechten zu sehen. Denn schon in dieser Woche kommt die erste Schulklasse der Limesschule wieder zu Besuch auf den Schulacker, um sich dort einzubringen. Der Schulacker ist eben zu jeder Zeit ein Ort des Erlebnis, man muss nur genau hinsehen. Demnächst werden auch die Wildbienen wieder in die Nistkästen gesetzt und im Laufe des Jahres ziehen sicherlich auch die Bienenvölker wieder an den Rand des Schulackers.
Mit vielen helfenden Händen war die Arbeit am Samstag schnell getan und das Team überaus zufrieden, vor allem auch, da es, wie jedes Mal, auch im Anschluss daran wieder ein kleines gemeinsames Essen gab.
Wer Lust hat dabei zu sein, der kann sich unverbindlich beim Vorstand informieren.
Bestes Wetter und gut gelaunte Besucher. So erlebten die Besucher des Schulackers am vergangenen Sonntag das beliebte Erntefest. Auch wenn es dieses Mal keine selbst gezogenen Kartoffeln gab, musste doch niemand auf die dolle Knolle verzichten. Denn unsere Mitglieder haben dennoch gekocht und geschält. Vom Anbau der Kartoffel braucht der Acker dieses Jahr eine Pause, was in der Landwirtschaft üblicherweise auch so betrieben wird. Denn ein Boden darf nicht über die Jahre auslaugen. Dafür gibt es aber derzeit Topinambur auf dem Acker zu ernten. Und den durften sich die Besucher nach Herzenslust aus dem Boden zupfen. "Man kann ihn abbürsten und in Olivenöl anbraten", gibt's einen Koch-Tipp von Beate Illbruck, Vorsitzende des Vereins.
Vor einigen Jahren hatten sich Limesschule und Verein für den Anbau von Topinambur entschieden. Dass sich dieser allerdings derart ausbreiten würde, damit hatte niemand gerechnet. In diesem Jahr war der Acker eine Blumenparradies für Insekten, auch um ihm eine Pause von der Kartoffelproduktion zu geben. Das Ergebnis war ein farbenfroher Acker, an dem sich Bienen und Insekten gleichermaßen erfreuten.
Der Acker hat sich zu einem tollen Beobachtungsplatz entwickelt, stellten die Besucher fest. Ein Lernort in der Natur, wie Illbruck betonte.
Damit die Limesschüler in diesem Jahr dennoch die Kartoffel ernten konnten, gab es in der Schule Kartoffelsäcke. Denn auch darin lassen sich die wunderbaren Knollen hervorragend anbauen. Wenn auch in einem kleineren Maßstab als sonst. Die Ernte soll dann erst kurz vor dem Kartoffeltag in der Schule erfolgen. Dann soll die Vielfalt der Zubereitung zur Geltung kommen.
Das Erntefest nutzten Eltern, Lehrer und Schüler, um ausgiebig miteinander ins Gespräch zu kommen und so den Zusammenhalt zu stärken.
Kaum zu glauben, aber Schwups - ist das Jahr auf dem Schulacker schon fast wieder vorbei. Zeit für unser geliebtes Erntefest, bei dem wir gemeinsam auf dem Schulacker ein Picknick abhalten.
Für Sonntag, 29. September, in der Zeit von 11 bis 13 Uhr, sind alle Familien mit Kindern die die Limesschule besuchen, herzlich zum Picknick auf dem Schulackergelände eingeladen.
Zu Speisen gibt es Pellkartoffeln mit selbst gemachtem Kräuterquark und zum Nachtisch selbstgebackenen Kuchen und Kaffee.
Eine herzliche Bitte gibt es an alle: Bringt Euer eigenes Geschirr mit.
Das Picknick findet übrigens bei jedem Wetter statt.
Wer bislang noch keine Gelegenheit hatte sich dem Verein anzuschließen- hey, Ihr müsst gar nicht auf eine Gelegenheit warten, denn die ist genau jetzt. Wir freuen uns immer über Menschen die Lust haben sich für das Schulacker-Projekt zu engagieren. Was man vorher wissen muss? Nix. Alles was relevant ist, könnt Ihr hier bei den alten Hasen lernen. Woran Ihr Spaß haben solltet? Natur, Entwicklung, Gemeinschaft, Alte Technik, Landwirtschaft, Geschichte, Kinder, Wissen vermitteln, neues Wissen erwerben, Menschen, Erde, Steine, Tiere, Insekten, und, und, und.
Der Rest ergibt sich dann schon von selbst.
Lust auf was Neues? Dann meldet Euch bei uns über das Kontaktformular.
Den gemeinen Löwenzahn entdecken und seine natürlichen Heilkräfte kennenlernen, das ist nur ein Aspekt der interessanten Führung mit der bewanderten Kräuterkennerin Regine Ebert.
"Seitdem ich weiß, dass der Löwenzahn – Blätter, Blüten und Wurzeln – der pure Energiespender ist, darf er bei uns im Garten wachsen. Löwenzahn gegen Burn out!? Welche natürlichen Wirkstoffe stecken in den vielen Pflanzen, die auf unserem Schulacker wachsen? Schafgarbe Hagebutte Brennnessel Zaunwicke Spitzwegerich Roter Klee Weißdorn Und das sind nur einige aus der Vielzahl an Pflanzen mit natürlichen Wirkstoffen, die wir für uns Menschen nutzen können."
Herzlich eingeladen sind alle Interessierten, die bei dieser Gelegenheit auch mal wieder den Schulacker besuchen können oder ihn als neue Mitglieder der Schulgemeinde der Limesschule kennenlernen wollen.
Treffpunkt: Dienstag, 28. Mai, um 19 Uhr auf dem Schulacker an der Panoramabank Wer möchte, kann gerne ein gekühltes Getränk und eine Knabberei zum geselligen Ausklang gegen 20 Uhr mitbringen. Wir freuen uns über alle, die sich auf den Weg zu uns auf den Schulacker begeben!
Den Tag der Bienen begeht der Schulacker-Verein dieses Jahr am Samstag, 27. April in der Zeit von 14 bis 16 Uhr auf dem Schulacker.
Eingeladen sind die Schülerinnen und Schüler der Limesschule mit ihren Familien, um an diesem Tag die Bienen und Wildbienen in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Der Verein stellt dazu Getränke und selbstgebackenen Kuchen bereit, für den lediglich Teller und Becher selbst mitgebracht werden müssen. Der Erlös aus dem Speisen- und Getränkeverkauf kommt dem Einkauf von Bio-Saatgut zugute.
Auch Interessierte haben an diesem Tag Gelegenheit dabei zu sein. Parkmöglichkeiten gibt es am Kindergarten Bügel, der Bügel selbst soll an diesem Tag autofrei bleiben.
Der Tag der Bienen findet übrigens bei jedem Wetter sattt.
Hurra, die neuen Mieter sind da! An diesem Donnerstag,7. März 2024 sind die neuen Mieter im Wildbienenhotel eingezogen. Das hatte Lutz Illbruck erst vor wenigen Tagen wieder generalüberholt. Jetzt, mit den ersten warmen Sonnenstrahlen war es an der Zeit, dass die Limesschüler die überwinterten Cocons in ihr neues zu Hause bringen. Dazu hatten sie sich mit der Vorsitzenden des Schulackervereins, Beate Illbruck verabredet, um die zahlreichen Wildbienen vom Winter- in ihr Sommerquartier zu bringen. "Die Kinder waren mit so viel Freude und Begeisterung dabei", erzählte Illbruck und ergänzte, "das war wirklich eine ansteckende Freude." Dass die Grundschüler der Limesschule regelmäßig auf den Schulacker gehen, ist nicht neu. Denn genau für diesen Zweck, wurde der Schulacker schließlich von der Familie Etzel gestiftet.
Zwar hatten die Besuche während der Corona-Pandemie etwas nachgelassen, doch nun soll alles möglichst wieder ganz normal verlaufen. Sofern man in der Natur von "normal" sprechen kann, denn normal ist nur, dass nicht immer alles nach Fahrplan verläuft. Flexibilität ist immer gefragt.
Auch wenn es für die Organisatoren inzwischen mit viel Routine verbunden ist, für die Grundschüler ist es immer eine neue Erfahrung. Schließlich sind es immer neue Wehrheimer Schüler, die die Limesschule besuchen. Die Erfahrungen die sie auf dem Schulacker machen, soll ganz praktisch vermitteln, was die Schule in der Theorie besprochen hat. Lernen mit allen Sinnen ist das Ziel. Verständnis entwickeln, Zusammenhänge erkennen und im besten Falle danach handeln können. Dafür steht diese Gemeinschaft und Zusammenarbeit aus Schulackerverein und der Limesschule.
Wie und wo die Wildbienen den Sommer erleben, das erklärte Beate Illbruck (rechts) den Grundschülern.
Mit vereinten Kräften machten sich die Mitglieder des Schulackers ans Steine lesen.
Der Frühjahrsputz auf dem Schulacker ist inzwischen zu einer lieb gewordenen Aufgabe geworden. An einem Samstag im März trafen sich deshalb eine kleine Schar großer und kleiner Mitglieder, um das Feld fit für die anstehende Aussaat zu machen. Und nicht nur das Feld bekam eine Generalüberholung verpasst, auch die umliegenden Hecken und Sträucher erhielten eine neue Frisur.
Die Natur zumindest ein wenig in Schach zu halten, das ist eben auch am Feldrand wichtig und notwendig, sonst holt sich die Natur den Boden schnell zurück. Die Aufräumarbeiten waren einigermaßen schnell erledigt und auch das Wetter spielte mit. Sonnenschein bescherte den Arbeitern beste Bedingungen, so dass alle mit Spaß und Freude bei der Sache waren. Beim warmen Getränken und kleinen Speisen, gab's dann auch noch etwas Zeit, um über dies und das zu plaudern.
Immobilienbesitzer kennen das- egal wie sehr und wie gut sie ihr Haus pflegen, irgendwann wird im Laufe der Jahre erst eine Renovierung, sehr viel später auch eine Sanierung notwendig.
Ganz ähnlich stellte sich die Situation auf dem Schulacker beim Wildbienenhaus dar. Die vielen Mieter haben im Laufe der Zeit ihre Spuren hinterlassen, mehr noch aber Wind und Wetter. Was tun? Neukaufen? Komplett entsorgen? Oder doch behalten?
Zum Glück für den Schulackerverein und auch alle Wildbienen gibt es Lutz Illbruck. Der fleißige Wehrheimer "Upcycler" entschloss sich, das Wildbienenhaus einer Kernsanierung zu unterziehen. Ausräumen, Unrat beseitigen, schleifen, schmirgeln und zum Schluss: ölen.
Alles ohne Chemie, schließlich sollen die neuen Mieter echt "Bio" wohnen.
Mit viel Liebe und Geduld hat er das Haus also wieder in einen ansehnlichen Wohnkomplex verwandelt in den die neuen Mieter in diesem Frühjahr einziehen können. Schneller baut sonst keiner, so viel ist sicher.
Auch wenn die neuen Bewohner keine Miete zahlen, so sind sie auf dem Schulacker sehr willkommen. Der Verein freute sich über das Engagement von Lutz Illbruck, der das Haus auch schon wieder auf dem Schulacker installiert hat.
Nachdem sich eine kleine Schar von Mitgliedern des Schulackervereins zum ersten Treffen im neuen Jahr auf den Weg zum Biohof Etzel gemacht hatte, gab es nicht nur viel zu erzählen, sondern auch einiges zu planen. Die neuen Termine für alle Mitglieder und Interessierte stehen nun fest und sind ab sofort unter der Rubrik "Aktuelles" zu finden.
Ihr habt Lust mitzumachen? Dann meldet Euch doch gerne beim Vorstand. Wir freuen uns über Euer Interesse.
Die geballte Frauenpower nach der Vorstandswahl: Beate Westphal von Irmer (zweite Vorsitzende), Beate Illbruck (Vorsitzende) und Katharina Lommel-Mank (Beisitzerin, von links nach rechts).
Foto: Tatjana Lenz
Die Kartoffel ist und bleibt ein Schwerpunktthema in der gemeinsamen Arbeit des Schulackervereins und der Limesschule. Das war in der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend, 8. November Konsens aller Beteiligten. Allerdings muss der Verein in den kommenden fünf Jahren neue Wege gehen, damit der Acker wieder die beliebten Früchte trägt, stellte die Vorsitzende Beate Illbruck, in der Versammlung vor.
Denn in den 23 Jahren seit Bestehen des Vereins, seien auf dem gestifteten Schulacker eben nur Kartoffeln und Hafer angebaut worden. In der Landwirtschaft entspricht das allerdings nicht der notwendigen Fruchtfolge, so dass der Boden zu wenig Humus im Laufe der Zeit bilden konnte. Außerdem habe der Verein auch Topinambur ausgepflanzt mit der Folge, dass es nun ein Überschuss an der kartoffelartigen Pflanze gebe. Zu viel, um weiterhin Kartoffel anzupflanzen, so dass nun kreative Lösungen gefragt sind. Doch zunächst einmal kam die Idee auf, dass sich alle Interessierten Bürger nun bis Ende November selbst mit Topinambur versorgen können. Dazu dürfen sie einfach auf den Acker gehen und sich die Knollen ausgraben.
Jetzt sei dafür die beste Zeit, betonte der Vorstand, da die Knollen derzeit besonders schmackhaft sind. Was dann nicht geerntet wurde, soll zwischen Dezember und Frühjahr umgepflügt werden. Dafür möchte der Verein auf professionelle Hilfe mittels Manpower und Maschinen aus der Landwirtschaft setzten.
In den kommenden vier bis fünf Jahren müsse die Feldwirtschaft umgestellt werden, so dass es auf dem Schulacker keine Kartoffeln zu säen oder ernten geben wird. Das bedeutet für die Limesschüler, für die der Schulacker ein wunderbarer Lernort ist, dass sie den Schulacker weiterhin besuchen werden, allerdings mit anderen thematischen Schwerpunkten, betonte Schulleiterin Katharina Lommel-Mank und die Vorsitzende Beate Illbruck.
So könnten Kartoffeln im Prinzip des „Urban Gardening“, also über das Bepflanzen von Säcken von den Schülern erfolgen, Saatkugeln für den Schulacker hergestellt und ähnliche Projekte umgesetzt werden. Eines stand jedenfalls schnell fest, auch wenn der Acker nun durch die Übernutzung Ruhe braucht, langfristig wird er weiterhin der Lernort für die Schüler bleiben. Das sei nun erst einmal eine Herausforderung, dennoch zeigten sich die Mitglieder zuversichtlich, dass die Transformation gelingen werde.
Positiv diskutierten sie auch einen Antrag Schatzmeister René Fleischer. Der konnte am Abend zwar nicht persönlich anwesend sein, hatte aber sein Zahlenmaterial nebst Antrag an die Versammlung übermittelt. Da der Verein finanziell auf gesunden Füßen steht, stellte er den Antrag, dass sich der Schulackerverein mit einen Zuschuss über 1000 Euro an dem Kauf für einen Tanklastwagen beteiligt. Kaufen möchte ihn die Wehrheimer BUND-Ortsgruppe, um das notwendige Wasser für die Landschaftspflege transportieren zu können. Auch die Gemeinde Wehrheim habe eine Beteiligung über 500 Euro in Aussicht gestellt, sofern sich weitere Naturschutzgruppen beteiligen. Überaus wohlwollend diskutierten die Mitglieder den Antrag, da allerdings noch ergänzende Informationen fehlten, vertagte die Versammlung die finale Entscheidung erst einmal.
Ganz leicht und eindeutig fielen hingegen die Entscheidungen bei den Vorstandswahlen. Genug Arbeit, um sich zu klonen hatte die Vorsitzende Beate Illbruck bislang schon, weshalb es für die Mitglieder keine Frage war, die engagierte Vorsitzende im Amt zu bestätigen. Manchmal möchte man sie auch klonen, so viel gibt es zu tun und zu organisieren. Das hat, zumindest auf der Namensebene funktioniert. Denn neben der Bestätigung der Vorsitzenden im Amt, gibt es nun auch eine weitere Beate, die Beate unterstützt. Allerdings heißt die neue Stellvertreterin Beate Westphal von Irmer und löste die ausgeschiedene Laura Kupka ab.
Über die Finanzen wacht René Fleischer weiterhin, während Katharina Lommel-Mank von der Schriftführerin auf die Position der Beisitzerin wechselte. Auch wenn die Schriftführung und auch ein zweiter Kassenprüfer in der Versammlung vakant blieb, sollen im Laufe des kommenden Jahres Nachfolger gefunden werden, die Lust haben etwas mitzubewegen. Verabschiedet hat der Vorstand mit bestem Dank Beisitzerin Corinna Fuß aus ihrem Amt, die nicht zur Wiederwahl stand.
Damit ist zwar das offizielle Schulackerjahr zu Ende, Stilstand ist aber nicht zu erwarten. Denn schon am 31. Januar, um 19.30 Uhr sind alle Mitglieder zu, Neujahrsempfang auf den Hof Etzel geladen. Dann werden die Termine für das kommende Jahr in geselliger Runde besprochen.
Von Tatjana Lenz
Da sagt ein altes Sprichwort, man erntet was man sät. Pustekuchen! Beim Schulackerverein Wehrheim muss keiner mehr etwas säen, wenn er nun etwas ernten möchte. Denn es gibt in diesem Jahr ein einmaliges Angebot an alle interessierten Bürger. Wer Lust hat ab sofort bis Ende November Topinambur zu ernten, der darf dazu einfach auf den Schulacker gehen und sich so viel von der essbaren Knolle ausgraben, wie er möchte. Anfang Dezember soll der Acker dann grundgepflügt werden, weshalb das Angebot begrenzt ist. Die Ernte des Topinambur fällt in diesem Jahr so reichlich aus, dass der Verein beschlossen hat, die Knollen allen Interessierten kostenlos zur Verfügung zu stellen. Einzige Bedingung: Sie müssen selbst ausgegraben werden. Dafür braucht es weder Vorkenntnisse noch größere Gerätschaften. Eine Grabgabel reicht und ein Gefäß, um die Ausbeute wegzutragen.
Was mache ich aus Topinambur?
Gebratener Topinambur mit Knoblauch
Zutaten:
800 g Topinambur
3 EL Rapsöl
Salz
Pfeffer aus der Mühle
2 Knoblauchzehen
4 Stiele
Petersilie
Zitronensaft
Zubereitung:
Topinambur putzen, gründlich waschen und in 3–4 mm dicke Scheiben schneiden. In einer beschichteten Pfanne Öl erhitzen und Topinambur zugeben, salzen, pfeffern und bei geringer Hitze 10–15 Minuten goldbraun braten. Ab und zu wenden und gleichmäßig bräunen lassen. Knoblauch schälen, in Scheiben schneiden und während der letzten 5 Minuten ebenfalls leicht bräunen.
Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken. Gebratenes Gemüse damit bestreuen und mit Salz, Pfeffern und Zitronensaft abgeschmeckt servieren.
Die Ernte ist reif! Bestes Wetter und ganz viel Spaß hatten die Schüler der Jahrgangsstufe 4 dieser Tage auf dem Schulacker. Der Grund: Sie ernteten, was in diesem Fall andere für sie gesät hatten.
Das Aussäen übernehmen üblicherweise die Klassen der ersten Jahrgangsstufe. Im Laufe ihrer Schulzeit besuchen sie dann den Acker mehrfach, um das Feld zu pflegen, die Besonderheiten der Natur kennen zu lernen und sich den Kreislauf und auch die verschiedenen Stadien des Wachstums, die es braucht, kennen zu lernen, bevor sie dann auch ernten dürfen.
In dieser Woche machten sich die Kinder der vierten Klasse ein letztes Mal auf den Weg zum Schulacker, um nun endlich Kartoffeln zu ernten. Ein fleißiges, emsiges Gewusel auf dem Feld, aus dem die Kinder die vielen Kartoffeln holten.
Mit Schaufel und Eimerchen ausgestattet, gab es in der Erde die dollen Knollen zu entdecken. Ein großer Spaß für alle, zumal das Wetter beste Bedingungen bot.
Am kommenden Sonntag, 8. Oktober, feiern die Kinder gemeinsam mit allen eingeladenen Besuchern gemeinsam das Erntefest auf dem Schulacker.
Was es zu essen gibt? Ganz klar, auf jeden Fall Kartoffeln. In der Zeit von 13 bis 15 Uhr sind alle Mitglieder, vor allem aber auch Interessierte eingeladen, dort zu feiern.
Parkplätze gibt's am Kindergarten, den Rest des Weges bitten wir Euch zu Fuß zurück zu legen. Wer den Schulacker kennen lernen möchte, Interesse an der Arbeit hat oder ganz einfach neugierig ist, ist selbstverständlich ganz herzlich willkommen.
Zum Midsommerfest war es auf dem Schulacker auch stets ein bisschen romantisch geschmückt.
Foto: Beate Illbruck
Es summt so herrlich auf dem Schulacker
Natur erleben in all seiner Vielfalt, das gab es nun zum Tag der Bienen im Rahmen des Naturschutzerlebnistages. Schon in den Jahren vor Corona, hat der Schulackerverein zum Naturschutzerlebnistag auf den Schulacker auf dem Bügel eingeladen. "In den vergangenen Jahren haben wir diesen Tag dann auch noch unter ein besonderes Motto gestellt", erinnerte die Vorsitzende des Vereins, Beate Illbruck an die Gepflogenheiten.
Am vergangenen Samstag war es dann wieder soweit gewesen. Endlich wieder ein Naturschutzerlebnistag, der nicht unter den Vorzeichen der Pandemie stand und die Menschen ganz einfach in der Natur zusammen kommen durften.
Kaffee und Kuchen hatten die Gastgeber reichlich im Angebot und auch das Wetter zeigte auf vielfältige Weise, dass Naturschutz nicht nur eitel Sonnenschein ist.
Imker Andreas Kramer, der seit einiger Zeit seine Bienevölker am Schulacker stehen hat, war ebenfalls gekommen, um über die Biene, ihre Lebensbedingungen und ihr Umfeld zu informieren. Normalerweise hätte er auch eine der herrlichen Waben aus den Stöcken gezeigt, doch durch den aufkommenden Regen, war unter den Bienen ein gewisser Missmut aufgekommen. Regen stört sie nämlich bei der Arbeit und im Stock wird's dann zeitweise etwas enger. Das wiederum finden die Wabenbauer und Ammen, die sich um die Brutaufzucht kümmern nicht so schön, denn dann müssen in dem Stock alle ganz schön eng zusammen rücken. Doch nicht nur die Honigbiene stand bei Andreas Kramer im Mittelpunkt, sondern auch die Wildbiene. Beide sind für den sensiblen Ökokreislauf und damit auch für den Menschen von besonderer Bedeutung. Schließlich gilt: Ohne Bestäubung keine Früchte, ohne die kein Obst für den Menschen.
"Hier hängt alles mit allem zusammen", sagte Illbruck, die auch auf die Arbeiten in den vorangegangenen Tagen mit einer ersten und zweiten Schulklasse der Limesschule verwies. So hatte eine erste Klasse zunächst einen Blühstreifen rund um das Feld ausgesät. Den Samen hatten die Kinder verteilt und so einen ersten Schritt zur Vorbereitung des Feldes für die Aussaat unternommen. Dabei zeigte sich, dass der Boden noch recht fest und trocken war. Etwas einfacher hatten es da die Kinder der zweiten Klasse, die nur wenige Tage später mit der Kartoffelaussaat begannen. "Auch sie mussten in den festen Boden stechen, der aber immerhin durch den Regen schon etwas aufgelockerter war, als noch beim Aussäen", sagte Illbruck.
Unter Einsatz der historischen Maschine machten sich die Schulkinder an die Arbeit und lernten zugleich, wie man Kartoffeln in den Boden setzten muss, damit sie gut gedeihen. Die Naturkranz-Blütenmischung bringt Bauer Etzel aus Wehrheim schon seit 23 Jahren aus, um all die vielen großen und kleinen Nützlinge zu unterstützen, die für ein gutes Gedeihen auf den Feldern notwendig sind. Ebenfalls Unterstützung hat der Hof dabei von Junglandwirt Paul Glaßner, der dieses Mal auf dem Acker die Furchen zog, in die die Kinder die Kartoffeln legten.
Der feine Nieselregen, der sich zwischen den Sonnenschein mischte, machte deutlich, dass die Gemeinschaft jeder Witterung trotzt. Denn obwohl es zeitweilig ein bisschen ungemütlich war, wollte trotzdem niemand schnell wieder nach Hause. Im Gegenteil. Dicht beieinander genossen die Besucher den Vortrag und Ausblick, auch auf das, was da noch kommt.
Von T. Lenz
Es gibt jetzt wieder neue Bewohner auf dem Schulacker.
Wir haben neue Mieter auf dem Schulacker. Wer da jetzt allerdings an zwei Zimmer, Küche, Bad denkt, den müssen wir enttäuschen. Auch wenn es ganz bestimmt toll ist, direkt am Feld und der Natur zu wohnen. Die neuen Mieter haben nur ein einziges Zimmer bezogen, wenn auch jeder für sich eins, das alles inkludiert. Miete zahlen sie selbstverständlich nicht, sondern wir hoffen, dass sie ganz einfach ihre Arbeit in dem sensiblen Ökosystem leisten. Wahrscheinlich vermutet ihr es schon, es geht nicht um Menschen, sondern um die neue Generation von Wildbienen. Die haben in diese Woche ihr neues Zuhause auf dem Schulacker bezogen und das unter den aufmerksamen Augen der Schulklasse 2C der Limesschule.
Gemeinsam haben sie mit der Vorsitzenden Beate Illbruck, die Wildbienen in das ihr neues Heim am Rand des Schulackers gesetzt, wo sie nun Zeit haben sich einzugewöhnen und wenn es warm ist, auszuschwärmen.
Wildbienen sind, genauso wie Honigbienen, wichtige Helfer in der Natur, die Bestäuben und Schädlinge fressen. Auch ein Grund, warum sie Teil des Projektes Schulacker Wehrheim sind, der beim Betreiben des Schulackers, das Ökosystem als Ganzes im Blick hat und die Zusammenhänge vermitteln möchte.
In dieser Woche gab es aber nicht nur den Einzug von Wildbienen, seit dem 4. März gibt es auch neue Ausblicke. Für alle Besucher auf dem Bügel und am Schulacker! Yeah!
Denn vergangenen Samstag hat sich ein kleiner Trupp Helfer am Vormittag auf dem Schulacker eingefunden, um die neue Bank aufzustellen. (Hintergründe dazu findet ihr in unserem Archiv, da wir an dieser Stelle schon davon berichtet haben.)
Das Wetter war nicht gerade für ein Picknick gemacht und außerdem mehrten sich die Zahl der Krankmeldungen. Kein Wunder bei dem Wetter! Doch das Wetter ist ja nicht unser Gegner, sondern wir arbeiten damit und so gut es geht.
Der Standort war schnell ausgemacht, dann war Muskelkraft gefragt. Anheben, drehen, ablassen, noch mal drehen... gut, die Prozedur hat sich ein paar mal wiederholt, dann stand sie am richtigen Platz. Gut verankert und mit Blick gen Heimatort bietet sie nun allen die den Ausblick genießen wollen, einen wundervollen Platz. In der Tat sind die Menschen eingeladen darauf Platz zu nehmen, inne zu halten, die Natur zu genießen und bei Bedarf auch ein wenig über die ökologischen Zusammenhänge in der Natur, dem Acker und dem Menschen zu philosophieren.
Die kleinsten Helfer, die die großen kräftig anfeuerten, haben die neue Bank übrigens als Erste ausprobiert. Fazit: Auch mit vielen kann man sich da ganz prima einkuscheln und die Aussicht genießen. Und das bei fast jedem Wetter!
Also, viel Spaß beim Nachmachen.
Vor geraumer Zeit hatte der Vorstand des Schulacker Vereins beschlossen, dass der schöne Aussichtsplatz auf dem Bügel einen neuen Sitzplatz braucht.
Nicht irgendeinen. Einen richtig schönen, auf dem alle nach Herzenslust lümmeln können. Das heißt eine breite Bank auf der wenigstens drei Personen Platz haben.
Nun, wer den Boden bearbeitet, der muss nicht auch automatisch Bänke bauen können, also hat der Vorstand beschlossen, diese Bank kauft der Verein.
Bei den Sozialen Diensten aus Schotten war die Bank aus heimischen Hölzern schnell bestellt und gebaut. Für die Sozialen Dienste spricht die Ausrichtung, denn sie kümmert sich um Teilhabe für Menschen mit und ohne Behinderung.
Vergangene Woche kam dann der Anruf, die Bank ist fertig zum Abholen.
Schotten- kann ja so weit nicht sein, war der erste Gedanke. Über die Autobahn geht’s auch normalerweise recht fix, wäre da nicht der Anhänger, den sich Beate und Lutz Illbruck noch ans Auto hängen mussten, um die neue „Chiller-Bank“ ins Apfeldorf zu bringen.
Der erste Eindruck? Ein Prachtstück! Aber: Upps, ganz schön sperrig. Durch die Werkstatt-Tür passte sie noch gerade so. Doch dann war’s ein bisschen wie beim guten alten Tetris-Spiel. Wie rum passt die überbreite, große Bank auf den kleinen Kipplaster? Direkt drauf? Geht nicht. Dann also hochkant? Nee, funktioniert auch nicht? Etwa auf die Sitzfläche? Nein, auch dafür zu groß und würde über den Anhänger hinaus ragen.
Was nun? Drei Mann, perfektes Augenmaß und zugegeben, einige Versuche später, die Bank liegt. Auf der Seite und wirklich jeden Millimeter ausnutzend, fixierte sie so dann ein riesiger Spanngurt.
Über 100 Kilogramm bringt das gute Stück auf die Waage. Dass sie dabei dennoch auf der Fahrt bei jedem Schlagloch eine ungemeine Eigendynamik entwickelte, machte die Fahrt zum reinsten Abenteuer.
Und so mussten Beate und Lutz Illbruck wahrlich häufiger anhalten, um alles wieder festzustellen, dass diese überaus agile Holzbank auf der Ladefläche bleibt und sich nicht im nächsten Graben selbstständig macht.
Durch Schneelandschaft und im Schneckentempo, (an Autobahn war mit dieser Fracht nicht zu denken), ging es dann vorbei am winterlich weißen Hoherodskopf zurück nach Hause.
Acht Stunden und gefühlte 200 Schlaglöcher später steht sie nun warm und trocken in der Schwalbenscheune auf dem Bio-Hof Etzel und wartet darauf, ihren künftigen Heimatstandort auf dem Bügel am Schulacker zu beziehen.
Wer Lust und Zeit hat, schon mal Probe zu sitzen, oder den Verein gerne kennen lernen möchte, der ist für den Samstag, 4. März, um 11 Uhr herzlich eingeladen beim Aufstellen am Schulacker zu helfen. Dann gibt’s bestimmt auch die Gelegenheit das erste Mal Platz zu nehmen und die tolle Aussicht auf dieser mega Bank zu genießen.
Einfach hinkommen oder beim Vorstand melden.
Durch die Werkstatt-Tür passte die Bank noch gerade so...
Wie passt so eine große Bank auf den kleinen Anhänger?Die Aufgabe erinnert an Tetris spielen.
So könnte es am Ende passen.
So rum wird's auf jeden Fall nichts mit dem Aufladen...
Durch die Schneelandschaft...
...ging es dann endlich nach Wehrheim.
Erst einmal galt es die genaue Position der neuen Bank zu definieren...
... und zwar ganz genau!
....um dann nach getaner Arbeit Platz nehmen. Wenn man sich bei der aktuellen Kälte ganz doll zusammen kuschelt, dann kann man schon jetzt den Ausblick auf Wehrheim von der neuen Bank aus genießen.